11. September 2026 · 94. Sitzung
Themen / Wirtschaft & Industrie
Wirtschaft & Industrie
Wo stehen die Fraktionen?
Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.
Die Union hält an den Klimazielen fest, will aber den Emissionshandel flexibler gestalten und den Schutz vor Carbon Leakage ausbauen. Sie lehnt die Entnahme von 2,7 Milliarden Euro aus dem KTF ab und fordert Klimaanpassung auf allen staatlichen Ebenen.
»Klimaschutz mit der Brechstange bringt niemandem etwas, insbesondere dem Weltklima nicht.«– Mark HelfrichAus der Debatte vom 8. September 2026 →
Die SPD hält am Klimaziel 2045 fest und will Klimaschutz als Wirtschaftschance verstehen. Umweltminister Schneider wirbt für eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung im Grundgesetz und verweist auf 60 Prozent Erneuerbaren-Anteil in der Stromerzeugung.
»Jeder, der diesen Sommer erlebt hat, weiß: Wir in Deutschland sind mitten im menschengemachten Klimawandel.«– Carsten SchneiderAus der Debatte vom 8. September 2026 →
Die Grünen kritisieren, dass der Umweltetat nur 0,49 Prozent des Gesamthaushalts ausmacht und Klimamittel in den befristeten KTF verschoben werden. Sie warnen, das neue EEG und das Netzpaket würden den Ausbau der Erneuerbaren bremsen und verteuern.
»Die Klimakrise kostet Menschenleben.«– Claudia MüllerAus der Debatte vom 8. September 2026 →
Die AfD will den Klima- und Transformationsfonds auflösen, die CO2-Abgabe abschaffen und die Energiewende beenden. Sie fordert eine Rückkehr zur Kernkraft, günstiges Erdgas aus allen Quellen und stellt den menschengemachten Klimawandel infrage.
»Die AfD stoppt die Energiewende. Das ist der einzige Weg aus dieser Falle.«– Wolfgang WiehleAus der Debatte vom 8. September 2026 →
Die Linke fordert ein soziales Klimageld, eine dezentrale Energiewende in öffentlicher Hand und die Absenkung der Stromsteuer auch für private Haushalte. Sie kritisiert die Plünderung des KTF zur Haushaltssanierung.
»Der Klima- und Transformationsfonds wird von dieser Bundesregierung geplündert, anstatt die Vermögensteuer zu erheben und eine Übergewinnsteuer einzuführen.«– Lorenz Gösta BeutinAus der Debatte vom 8. September 2026 →
12 Sitzungen
8. September 2026 · 91. Sitzung
Haushalt 2027: Investitionen, Schulden, Energiepreise
9. Juli 2026 · 89. Sitzung
Regierungserklärung zu Reformpaket und NATO-Gipfel
6. Mai 2026 · 76. Sitzung
Sozialstaatsreform und Bilanz nach einem Jahr Merz
23. April 2026 · 74. Sitzung
Vergabebeschleunigung und Sexualstrafrecht
22. April 2026 · 73. Sitzung
Raumfahrtpolitik nach Artemis 2 und Sozialkürzungen
16. April 2026 · 71. Sitzung
Tankrabatt und Energiesteuersenkung in der Ölkrise
15. April 2026 · 70. Sitzung
Spritpreiskrise, Mietrecht und Digitalpolitik
27. März 2026 · 69. Sitzung
Altersvorsorgereform und Streit um „Demokratie leben!“
19. März 2026 · 65. Sitzung
Spritpreise, Kernkraft und Frauentag-Debatte
18. März 2026 · 64. Sitzung
Irankrieg, Spritpreise und Europäischer Rat
6. März 2026 · 63. Sitzung
Krankenhausreform-Anpassung und Vermögensteuer-Streit
Geprüfte Behauptungen zu Wirtschaft & Industrie
»Jeder Fünfte im Alter von 20 bis 34 Jahren steht heute ohne Berufsabschluss da.«
»Bis 2028 prognostiziert die Rentenversicherung sich selbst ein Defizit von rund 35 Milliarden Euro.«
»Fast jede zweite Lehrstelle ist im letzten Jahr unbesetzt geblieben – mangels geeigneter Bewerber. Gleichzeitig fanden 84 000 junge Menschen keinen Ausbildungsplatz – mangels hinreichender Fähigkeiten.«
»Wir haben in Deutschland rund 1 Million abgelehnte Asylbewerber.«
»Wie kann es beispielsweise sein, dass die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2005, als wir von 4,5 Millionen Arbeitslosen sprachen, 94 000 Beschäftigte hatte und heute, bei 3 Millionen Arbeitslosen, 115 000 Beschäftigte?«
»Dafür zahlt der Bund aber laut Deutscher Rentenversicherung 38 Milliarden Euro pro Jahr zu wenig.«
»Im Dezember 2025 hat der Haushaltsausschuss an einem einzigen Tag Rüstungsaufträge von über 50 Milliarden Euro gebilligt.«
»Die Leistungen des Bundeshaushalts an die Rentenversicherung steigen von 127 Milliarden Euro im Regierungsentwurf auf 132 Milliarden Euro an.«
»Sie haben in Ihrer Rede die Behauptung artikuliert, die ESA-Ministerratskonferenz hätte 95 Millionen Euro gekostet. Das ist nicht richtig. Sie hat circa 2 Millionen Euro gekostet.«
»2 Prozent der Schüler aus benachteiligten Familien erzielen hohe Kompetenzen, bei Kindern aus wohlhabenden Familien sind es 25 Prozent.«