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Themen / Klima & Energie

Klima & Energie

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Die Union nennt drei Vorteile: sofortige Wirkung an der Zapfsäule, keine Anträge, Entlastung genau für die auf Pkw und Lkw Angewiesenen. Sie räumt ein, dass ein Direktauszahlungsmechanismus zielgenauer wäre, aber rechtlich noch nicht fertig sei. Die Maßnahme sei klar befristet und dämpfe zugleich die Inflation.

»Ökonomische Perfektion hilft leider wenig, wenn die Hilfe zu spät kommt.«– Dr. Florian Dorn
Aus der Debatte vom 25. September 2026 →
SPD

Die SPD verteidigt die Steuersenkung als Abwägung zwischen Zielgenauigkeit und Geschwindigkeit. Zielgerichtete Instrumente wie Direktauszahlung oder Energiepreispauschale hätten zu lange gedauert. Ergänzend soll ein Spritpreisdeckel missbräuchliche Preisaufschläge der Mineralölkonzerne verhindern.

»Hier braucht es einen Staat, der dafür sorgt, dass die Preise zumindest zurückgehen, und das ist der Weg, den wir als SPD auch gehen wollen.«– Armand Zorn
Aus der Debatte vom 25. September 2026 →
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen lehnen den Tankrabatt als ökologisch und ökonomisch falsch ab und verweisen auf eine Protokollnotiz aller grün mitregierten Länder. Sie fordern stattdessen eine Übergewinnsteuer und die Auszahlung eines Energiegelds über den bereits fertigen Direktauszahlungsmechanismus.

»Mit 2,5 Milliarden Euro hätten Sie die Möglichkeit gehabt, alle Kürzungen für die Familien zurückzunehmen.«– Katharina Dröge
Aus der Debatte vom 25. September 2026 →
AfD

Die AfD stimmt dem Tankrabatt zu, nennt ihn aber einen Minitankrabatt und ein vergiftetes Geschenk. Sie fordert dauerhaft niedrigere Energiesteuern und die Abschaffung der CO2-Bepreisung. Das zugrunde liegende Versicherungsgesetz lehnt sie als Übererfüllung von EU-Vorgaben ab.

»Das ist keine echte Entlastung. Das ist ein vergiftetes Geschenk, um die Beliebtheitswerte der Regierung nicht noch mal unter die 5-Prozent-Marke fallen zu lassen.«– Hauke Finger
Aus der Debatte vom 25. September 2026 →
Die Linke

Die Linke nennt die Belastung durch hohe Preise berechtigt, hält den Rabatt aber für unzielgenau und zu kurz. Sie fordert ein Energiegeld von 150 Euro pro Person, die sofortige Einführung der Übergewinnsteuer und ein 9-Euro-Ticket als Alternative.

»Eine Bundesregierung, die das wieder so machen will, handelt kopflos mit Ansage.«– Doris Achelwilm
Aus der Debatte vom 25. September 2026 →
fraktionslos

Der SSW-Abgeordnete Seidler nennt den Tankrabatt weder zielgenau noch gerecht und sieht die fossile Abhängigkeit unangetastet. Er fordert ein soziales Klimageld, bundesweite Sozialtickets und eine Stromsteuersenkung für alle.

»Der Tankrabatt ist weder zielgenau noch gerecht.«– Stefan Seidler
Aus der Debatte vom 16. April 2026 →

21 Sitzungen

Geprüfte Behauptungen zu Klima & Energie

Lars KlingbeilSPDTeilweise belegt
»Allein aus der staatlichen Förderung kann bis zum Renteneintritt ein Beitrag von 53 000 Euro entstehen.«
Dr. Mathias MiddelbergUnionBelegt
»Selbst wenn nichts zugezahlt wird, kommt man bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent per annum auf einen Betrag von 20 000 Euro bis zum Renteneintritt.«
Dr. Mathias MiddelbergUnionBelegt
»Der schwedische Altersvorsorgefonds, der im Wesentlichen überwiegend ein Aktienfonds ist, hat bisher eine jährliche Rendite von 11 Prozent für seine Teilnehmer erwirtschaftet.«
Stefan SchmidtGrüneBelegt
»Wie kann es dann sein, dass zusätzlich zu den 120 Euro an staatlichen Einzahlungen pro Jahr weitere 6 840 Euro an privaten Einzahlungen erlaubt sind? Das ist das 57-Fache.«
Lisa SchubertLinkeTeilweise belegt
»1,2 Milliarden Euro Steuergeld fließen bis 2030 direkt in private Verträge. Das sind eine halbe Million Neuabschlüsse pro Jahr.«
Torben BragaAfDBelegt
»§ 22 Absatz 2 Ihres Vorschlags stellt ausdrücklich fest, dass diese Mittel „Vermögen des Bundes“ bleiben. § 23 Absatz 4 besagt sogar, dass nicht verwendete Mittel an den Bundeshaushalt zurückfallen.«
Dr. Ottilie KleinUnionBelegt
»obwohl die Sozialausgaben mit 1,43 Billionen Euro noch nie so hoch waren wie heute«
Robert TeskeAfDIrreführend
»Was anderes als „charakteristische Ressourcenverschwendung“ ist es, wenn rund 2,5 Millionen ausländische Bürgergeldbezieher jedes Jahr rund 6 Milliarden Euro Gesundheitskosten verursachen?«
Dr. Stefan KorbachUnionBelegt
»Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe schätzt die Weitergabe über alle Wertschöpfungsstufen auf durchschnittlich 83 Prozent bei Diesel und 78 Prozent bei Benzin.«
Katharina DrögeGrüneIrreführend
»Nur 73 Prozent des letzten Tankrabatts sind bei den Verbrauchern angekommen. Das sind 400 Millionen Euro, die Sie den Mineralölkonzernen geschenkt haben.«