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Themen / Klima & Energie

Klima & Energie

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Die Ministerin hält am 80-Prozent-Ziel fest, will den Ausbau aber kosteneffizienter und marktnäher gestalten. Netzausbau und Anlagenzubau sollen synchronisiert, gesicherte Leistung über Gaskraftwerke abgesichert werden. Förderungen für Agri-PV und Dachanlagen werden zurückgefahren.

»Wenn man 60 Prozent eines Sektors beherrscht, bedient, dann steckt man nicht mehr in den Kinderschuhen, dann ist man erwachsen und muss auch Systemverantwortung übernehmen.«– Katherina Reiche
Aus der Debatte vom 7. Oktober 2026 →
SPD

Die Koalitionsfraktion unterstützt den Ausbaupfad, fragt aber kritisch nach Speichermöglichkeiten und der Nutzung von Überschussstrom für Wärme. Eine Abgeordnete kritisierte Reiches Social-Media-Vergleich von Überschussstrom mit überzähligen Brötchen beim Bäcker.

Aus der Debatte vom 7. Oktober 2026 →
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Fraktion sieht in Reiches Gesetzentwürfen die Ursache für Insolvenzen und Stellenabbau in der Erneuerbaren-Branche. Sie bezweifelt die Unionsrechtskonformität des Netzanschlusspakets und kritisiert die Streichung der Agri-PV-Förderung als Vertrauensbruch gegenüber Investoren.

»Wie viele Menschen sollen denn noch auf die Straße gesetzt werden, bevor Sie Ihren Kurs ändern?«– Michael Kellner
Aus der Debatte vom 7. Oktober 2026 →
AfD

Die Fraktion fordert eine Rückkehr zur Kernenergie und zur Kohleverstromung sowie russische Gas- und Öllieferungen. Sie sieht die Erneuerbaren als Kostentreiber und kritisiert das geplante Strom-Versorgungssicherheits-und-Kapazitätengesetz als preistreibend.

»Die Stromkosten gehen dann runter, wenn wir wieder Kernenergie haben«– Steffen Kotré
Aus der Debatte vom 7. Oktober 2026 →
Die Linke

Die Fraktion wirft Reiche vor, die Abhängigkeit von Öl und Gas zu zementieren und Energie teurer zu machen. Sie verweist auf 5 Millionen Menschen, die ihre Wohnung nicht ausreichend heizen können, und fordert konkreten Verbraucherschutz vor hohen Heizkosten.

»Warum ist dauerhafter Gasimport gut, aber kurzfristiger Stromimport aus den Nachbarländern schlecht?«– Janine Wissler
Aus der Debatte vom 7. Oktober 2026 →
fraktionslos

Der SSW-Abgeordnete Seidler nennt den Tankrabatt weder zielgenau noch gerecht und sieht die fossile Abhängigkeit unangetastet. Er fordert ein soziales Klimageld, bundesweite Sozialtickets und eine Stromsteuersenkung für alle.

»Der Tankrabatt ist weder zielgenau noch gerecht.«– Stefan Seidler
Aus der Debatte vom 16. April 2026 →

23 Sitzungen

Geprüfte Behauptungen zu Klima & Energie

Katherina ReicheUnionTeilweise belegt
»Alle Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum von 0,6 auf 1,3 Prozent mehr als verdoppelt. Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt zum fünften Mal in Folge.«
Katherina ReicheUnionTeilweise belegt
»Wir haben Unternehmen und Verbraucher entlastet durch das Senken der Stromsteuer, durch das Absenken der Übertragungsnetzentgelte, durch den Industriestrompreis, den wir erstmals eingeführt haben, und durch das Ausweiten der Strompreiskompensation. Zusammen Entlastungen von über 8 Milliarden Euro.«
Katherina ReicheUnionTeilweise belegt
»Wir haben erneut den sogenannten Tankrabatt eingeführt, indem wir die Steuerbelastungen um 14 Cent gesenkt und die Spritpreise damit im Durchschnitt um 17 Cent gesenkt haben.«
Janine WisslerLinkeTeilweise belegt
»Sie argumentieren, es gebe Tage, an denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Das sind übrigens zwei bis acht Tage pro Jahr.«
Katherina ReicheUnionTeilweise belegt
»Die Redispatch-Maßnahmen kosten die Kunden tatsächlich mittlerweile 3 bis 4 Milliarden Euro; im letzten Jahr waren es 3,1 Milliarden Euro, Tendenz eher steigend. Dabei liegen die Kosten für Redispatch-Zuschaltungen von Kraftwerken mittlerweile bei rund 2,6 Milliarden Euro.«
Steffen BilgerUnionBelegt
»Wir sind mit führend in Europa: 210 000 öffentlich zugängliche Ladepunkte stehen mittlerweile zur Verfügung, und zwar auch immer mehr Schnelllader.«
Truels ReichardtSPDBelegt
»Seit 1991 ist die Zahl der getöteten 18- bis 24-Jährigen von 2 750 auf 295 gesunken; das sind immer noch 295 zu viel.«
Markus FrohnmaierAfDIrreführend
»Die Geschenke an Kiew aus deutschem Steuergeld summieren sich mittlerweile auf 100 Milliarden Euro bilaterale Hilfen und zusätzlich auf 30 Milliarden Euro deutsche Hilfe über die EU.«
Stephan MayerUnionBelegt
»Die Ausgaben Deutschlands liegen zwischen 0,15 und 0,25 Prozent unseres Bruttosozialprodukts, was die Unterstützung der Ukraine anbelangt.«
Dr. Johann David WadephulUnionBelegt
»Nehmen wir das Beispiel Brasilien: Im August 2026 sind die EU-Exporte nach Brasilien im Vergleich zum Vorjahr um fast 12 Prozent gestiegen. Andersherum sind die Exporte aus Brasilien in die Europäische Union sogar um über 46 Prozent gestiegen.«