Bundestakt

Themen / Arbeit & Ausbildung

Arbeit & Ausbildung

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Dauerhaft steigende Bundeszuschüsse seien keine Antwort auf die strukturellen Probleme. Die Union verlangt die zügige Umsetzung der Kommissionsvorschläge, höhere Regelaltersgrenze, Kapitaldeckung, Arbeitszeitflexibilisierung und mehr Vermittlung statt mehr Geld in den Jobcentern.

»Liefern Sie uns diese dringend notwendigen Reformen.«– Marc Biadacz
Aus der Debatte vom 11. September 2026 →
SPD

Die Reform sei notwendig, um Rentenkürzungen und stark steigende Beiträge zu vermeiden und die junge Generation nicht zu überlasten. Zugleich verspricht die SPD Vertrauensschutz bei langen Erwerbsbiografien und verteidigt den Sozialstaat als Chancenstaat mit mehr Qualifizierung und Tarifbindung.

»Deshalb müssen wir daran festhalten, eine Rentenreform in dieser Legislatur umzusetzen.«– Bärbel Bas
Aus der Debatte vom 11. September 2026 →
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen nennen den Sparzwang selbst gewählt, weil die Zinslasten auf die Breite des Haushalts umgelegt würden. Sie kritisieren Kürzungen beim Bundeszuschuss zur Rente und wollen Einnahmen verbessern, indem alle – auch Beamte, Politiker und Selbstständige – in die Rentenkasse einzahlen.

»Aber das Rentenpaket an sich stellt ja bereits Leistungskürzungen und Rentenbeitragserhöhungen dar.«– Leon Eckert
Aus der Debatte vom 11. September 2026 →
AfD

Die Fraktion sieht alle vier Sozialkassen im Defizit und die Reform faktisch aufgegeben. Sie lehnt Einschnitte bei der Rente nach 45 Versicherungsjahren ab, fordert die Übernahme versicherungsfremder Leistungen in den Staatshaushalt und will Sozialleistungen für Zugewanderte und abgelehnte Asylbewerber streichen.

»Die Rente mit 63 ist kein Geschenk des Staates.«– Ulrike Schielke-Ziesing
Aus der Debatte vom 11. September 2026 →
Die Linke

Die Linke wirft der Koalition vor, die Rentenkasse ausbluten zu lassen und den Bundeszuschuss um Milliarden zu kürzen, während versicherungsfremde Leistungen nicht ausgeglichen werden. Sie lehnt Kapitalmarktelemente, längere Arbeitszeiten und verschärfte Sanktionen ab und fordert höhere Beiträge von Vermögenden und Konzernen.

»Soziale Sicherheit ist keine Belastung für unsere Demokratie.«– Sarah Vollath
Aus der Debatte vom 11. September 2026 →

7 Sitzungen

Geprüfte Behauptungen zu Arbeit & Ausbildung

Bärbel BasSPDTeilweise belegt
»Jeder Fünfte im Alter von 20 bis 34 Jahren steht heute ohne Berufsabschluss da.«
Ulrike Schielke-ZiesingAfDTeilweise belegt
»Bis 2028 prognostiziert die Rentenversicherung sich selbst ein Defizit von rund 35 Milliarden Euro.«
Gerrit HuyAfDIrreführend
»Fast jede zweite Lehrstelle ist im letzten Jahr unbesetzt geblieben – mangels geeigneter Bewerber. Gleichzeitig fanden 84 000 junge Menschen keinen Ausbildungsplatz – mangels hinreichender Fähigkeiten.«
René SpringerAfDIrreführend
»Wir haben in Deutschland rund 1 Million abgelehnte Asylbewerber.«
Sandra CarstensenUnionTeilweise belegt
»Wie kann es beispielsweise sein, dass die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2005, als wir von 4,5 Millionen Arbeitslosen sprachen, 94 000 Beschäftigte hatte und heute, bei 3 Millionen Arbeitslosen, 115 000 Beschäftigte?«
Dr. Armin GrauGrüneTeilweise belegt
»Dafür zahlt der Bund aber laut Deutscher Rentenversicherung 38 Milliarden Euro pro Jahr zu wenig.«
Tamara MazziLinkeTeilweise belegt
»Im Dezember 2025 hat der Haushaltsausschuss an einem einzigen Tag Rüstungsaufträge von über 50 Milliarden Euro gebilligt.«
Dr. Yannick BuryUnionBelegt
»Die Leistungen des Bundeshaushalts an die Rentenversicherung steigen von 127 Milliarden Euro im Regierungsentwurf auf 132 Milliarden Euro an.«
Carsten KörberUnionNicht belegbar
»Sie haben in Ihrer Rede die Behauptung artikuliert, die ESA-Ministerratskonferenz hätte 95 Millionen Euro gekostet. Das ist nicht richtig. Sie hat circa 2 Millionen Euro gekostet.«
Dr. Dietmar BartschLinkeBelegt
»2 Prozent der Schüler aus benachteiligten Familien erzielen hohe Kompetenzen, bei Kindern aus wohlhabenden Familien sind es 25 Prozent.«