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Verteidigung & Bundeswehr

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Die Unionsfraktion verteidigt Sondervermögen, Bereichsausnahme und Rekordhaushalt, verlangt aber eine effiziente Mittelverwendung und Preiskontrolle gegenüber der Industrie. Sie fragt nach Attraktivität des Dienstes, Bindung junger Menschen und Abbau von Verwaltungsüberhang im Ministerium.

»Damit entstehen viele Möglichkeiten, geht aber dann auch viel Verantwortung einher.«– Thomas Erndl
Aus der Debatte vom 23. September 2026 →
SPD

Die SPD-Fraktion fragt nach Infrastruktur für den personellen Aufwuchs, nach der Umsetzung der Weltraumsicherheitsstrategie und nach dem Umgang mit sexualisiertem Fehlverhalten in der Truppe. Sie verlangt, dass die Dunkelfeldstudie nicht bei der Lagefeststellung stehen bleibt.

»Jeder Fall von sexualisiertem Fehlverhalten in der Bundeswehr ist einer zu viel und darf keinen Platz haben.«– Sabine Dittmar
Aus der Debatte vom 23. September 2026 →
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen fordern mehr europäische Souveränität und Interoperabilität in der Rüstung und eine Antwort, wie es nach dem Scheitern von FCAS weitergeht. Zugleich mahnen sie bessere Bedingungen für Soldatinnen und Soldaten an, etwa bei Einsatzperspektiven und der Zulage für Minentaucher.

»Die Antwort auf all das ist ja mehr europäische Stärke, Souveränität und Zusammenarbeit.«– Agnieszka Brugger
Aus der Debatte vom 23. September 2026 →
AfD

Die AfD kritisiert die dauerhafte Stationierung einer kompletten Brigade in Litauen als politisches Symbol und verweist auf Belastungen für Soldatenfamilien. Sie fordert außerdem rechtliche Grundlagen für die Feldjäger, Drohnenabwehr und den Verzicht auf chinesische Elektronik in der Truppe.

»Es liegt nahe, dass diese Brigade eher ein politisches Symbol, vielleicht ein politisches Denkmal für Sie persönlich sein soll.«– Jan Ralf Nolte
Aus der Debatte vom 23. September 2026 →
Die Linke

Die Linke nimmt die Beschaffungskosten ins Visier und fragt nach Preisaufschlägen bei Rüstungsvorhaben. Am Beispiel eines Flughafenlöschfahrzeugs verlangt sie eine Erklärung, warum die Bundeswehr trotz Großbestellung deutlich mehr zahlt als zivile Betreiber.

»Wenn zivile Flughafenbetreiber dieses kaufen, dann zahlen sie dafür 900 000 Euro pro Stück weniger, und das, obwohl die Bundeswehr mit 35 Stück einen Großkauf getätigt hat.«– Ulrich Thoden
Aus der Debatte vom 23. September 2026 →

9 Sitzungen

Geprüfte Behauptungen zu Verteidigung & Bundeswehr

Boris PistoriusBundesregierung (SPD)Belegt
»Schon 2025 haben wir rund 25 000 neue Soldatinnen und Soldaten eingestellt, so viele wie nie zuvor seit Aussetzung der Wehrpflicht, meine Damen und Herren.«
Carsten LinnemannBundesregierung (CDU/CSU)Teilweise belegt
»Wir haben zu viele Arztkontakte im Jahr, mehr als 1 Milliarde, pro Kopf gerechnet so viele wie in keinem anderen Land auf diesem Globus.«
Carsten LinnemannBundesregierung (CDU/CSU)Belegt
»Das Fixum für Apotheken lag seit 2013 bei 8,35 Euro. Es wird jetzt zum 01.01.2027 – das ist der zweite Schritt – auf 9,50 Euro erhöht.«
Johannes WagnerGrüneTeilweise belegt
»In diesem Jahr war es in Deutschland so heiß wie noch nie zuvor. Es sind über 16 000 Menschen an Hitze gestorben.«
Gereon BollmannAfDTeilweise belegt
»Letztes Jahr gab es mehr als 14 000 Vergewaltigungen, also fast 40 täglich. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 8,5 Prozent. Seit 2018 ist die Zahl der Vergewaltigungen gar um 72 Prozent gestiegen.«
Beatrix von StorchAfDTeilweise belegt
»332 000 Einbürgerungen allein im letzten Jahr, die meisten davon Syrer, 900 täglich!«
Gregor GysiLinkeTeilweise belegt
»Die Bearbeitung eines großen Bauantrags dauert in Berlin 14 Jahre.«
Frauke HeiligenstadtSPDTeilweise belegt
»Allein die Einkommensteuerreformvorschläge der AfD würden uns alle jährlich 181 Milliarden Euro kosten; das hat das DIW ausgerechnet.«
Isabelle VandreLinkeTeilweise belegt
»Meine Kollegin Caren Lay hat errechnet, dass Vonovia 2025 im Durchschnitt pro Wohnung und Monat 166 Euro an ihre Aktionäre ausgeschüttet hat«
Rainer GroßAfDTeilweise belegt
»Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Kaufpreise für Wohnimmobilien von 2014 bis 2024 um über 55 Prozent, während die Nettokaltmieten nur um 17 Prozent zulegten.«