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Reservestärkungsgesetz
Gesetz zur Stärkung der Reserve (Reservestärkungsgesetz - ResStG)
38/100
Betrifft bestimmte Gruppen – Betrifft vor allem Reservistinnen und Reservisten, ehemalige Soldatinnen und Soldaten sowie deren Arbeitgeber.
- Eingebracht
- 14.08.2026
- Reden im Plenum
- 7
In einfachen Worten
Laut Entwurf braucht die Bundeswehr wegen der veränderten Sicherheitslage deutlich mehr Personal, das im Frieden nicht ständig im Dienst ist, aber schnell einsatzbereit sein muss. Als initialer Verteidigungsumfang sind 460 000 einsatzfähige Soldatinnen und Soldaten festgelegt, davon mindestens 200 000 Reservistinnen und Reservisten.
Was sich ändern soll
- Der Entwurf sieht Änderungen im Soldatengesetz, im Reservistengesetz, im Arbeitsplatzschutzgesetz und im Unterhaltssicherungsgesetz vor, um den Einsatz der Reserve verlässlicher zu machen.
- Die bisher im Soldatengesetz geregelten Arten des Reservedienstes werden neu geordnet und in ein neu gefasstes Reservistengesetz überführt.
- Maßnahmen sollen die Verfügbarkeit aller zu einem bestimmten Posten eingeplanten (beorderten) Reservistinnen und Reservisten erhöhen und den Reservedienst attraktiver machen.
- Bürokratie im Bereich des Reservistendienstes soll gesenkt werden, zeitlich und inhaltlich überholte Vorschriften entfallen.
- Laut Entwurf wird durch Anpassungen das verfügbare Einkommen der Hinterbliebenen von geschädigten Personen erhöht.
Wen es betrifft
Betroffen sind laut Entwurf vor allem Reservistinnen und Reservisten sowie die Bundeswehr insgesamt. Hinzu kommen Arbeitgeber, die zu Reservedienstzeiten angehört werden, und Hinterbliebene von geschädigten Personen.
Was es kostet
Für den Bund nennt der Entwurf Mehrausgaben von rund 0,3 Millionen Euro für 2026 und geschätzt rund 43,1 Millionen Euro jährlich ab 2027, gegenfinanziert im Verteidigungshaushalt. Für Bürgerinnen und Bürger entsteht kein neuer struktureller Aufwand, für die Wirtschaft sinkt der jährliche Aufwand geringfügig. Bei der Verwaltung nennt der Entwurf unter anderem 121 200 Euro jährlich für die Anhörung von Arbeitgebern, 24 700 Euro und 3 700 Euro jährlich für Anträge sowie einmalig 7 500 Euro.
Zusammengefasst aus dem Vorblatt von Drucksache 21/8407 – so beschreiben die Initiatoren ihr Vorhaben. Redaktionell geprüft.
Amtliche Kurzbeschreibung
Einführung der verpflichtenden Heranziehung von Reservisten zu sogenannten Reservedienstleistungen auch außerhalb des Spannungs- oder Verteidigungsfalls und mit dem Ziel eines Aufwuchses der Reserve auf 200.000 Reservisten: Einberufung ehemaliger Soldaten gestaffelt nach Dienstzeit und bis zu einer Altersgrenze, Aufhebung des Prinzips der doppelten Freiwilligkeit, Festsetzung der Höchstdauer von Reservedienstleistungen pro Jahr, Regelung zu Auslandsverwendungen, Datenabruf zum Zweck der Dienstleistungsüberwachung durch Wehrersatzbehörden, Ausweitung der Kostenerstattung für Arbeitgeber zur Einstellung von Ersatzkräften sowie Einführung eines Förderbetrags für kleine und mittlere Unternehmen bei Heranziehung Beschäftigter zu Reservedienstleistungen; Steigerung der Attraktivität des Reservedienstes durch Erweiterung der finanziellen Leistungen sowie Erstattung von Fahrtkosten und Gewährung von Reisebeihilfen; Einschränkung von Grundrechten betr. Recht auf körperliche Unversehrtheit, Freiheit der Person, Brief- und Postgeheimnis und Freizügigkeit; Konstitutive Neufassung Gesetz über die Rechtsstellung der Reservistinnen und Reservisten (Reservistengesetz – KResG) als Art. 1 der Vorlage, Änderung §§ 2, 13, 25 und 45 Wehrdienstgesetz, Einfügung § 31c sowie Änderung und Aufhebung zahlr. §§ Soldatengesetz, Änderung versch. §§ von 8 Gesetzen und 2 Rechtsverordnungen, Folgeänderungen in 7 Gesetzen und 5 Rechtsverordnungen, Aufhebung Reservistengesetz alte Fassung; Verordnungsermächtigung
Bundestakt-Score
Wie stark betrifft dich das Gesetz – und wie gut lässt sich nachvollziehen, wie es entstanden ist?
38/100
Tragweite
16/40Wie viele Menschen betrifft das Gesetz direkt?
- Betrifft bestimmte Gruppen – Betrifft vor allem Reservistinnen und Reservisten, ehemalige Soldatinnen und Soldaten sowie deren Arbeitgeber. (erfüllt)16/40
Debatte
15/25Wie intensiv hat der Bundestag darüber geredet?
- 7 Redebeiträge im Bundestag (erfüllt)10/20
- Debatte von Bundestakt analysiert (erfüllt)5/5
Abstimmung
0/15Ist abgestimmt – und ist nachvollziehbar, wer wie gestimmt hat?
- Bundestag hat abschließend abgestimmt (nicht erfüllt)0/8
- Namentliche Abstimmung – jede Stimme öffentlich (nicht erfüllt)0/4
- Bundesrat hat abschließend beraten (nicht erfüllt)0/3
Quellen
7/20Liegen die amtlichen Dokumente vor?
- Gesetzentwurf mit Begründung (erfüllt)7/7
- Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses (nicht erfüllt)0/7
- Verkündet im Bundesgesetzblatt (nicht erfüllt)0/6
Der Score sagt nichts darüber, ob ein Gesetz gut oder schlecht ist. Die Tragweite schlägt eine KI nach festen Stufen vor, die Redaktion prüft jede Einstufung; alles andere zählt, was das Dokumentationssystem des Bundestages und unsere Analysen belegen. Methodik
Werdegang
6 Stationen in Bundestag und Bundesrat, jeweils mit Originaldokument.
14.08.2026 · Bundesrat
Gesetzentwurf
Gesetzentwurf 463/26 ↗ · Federführend: Ausschuss für Verteidigung
14.09.2026 · Bundesrat
Empfehlungen der Ausschüsse
25.09.2026 · Bundesrat
1. Durchgang
Plenarprotokoll 1068 ↗ · Beschluss: Stellungnahme
25.09.2026 · Bundesrat
Beschlussdrucksache
07.10.2026 · Bundestag
Gesetzentwurf
15.10.2026 · Bundestag
1. Beratung
Plenarprotokoll 21/102 ↗ · Federführend: Verteidigungsausschuss · Beschluss: Überweisung
Bundestakt hat diese Debatte analysiert: 102. Sitzung · Notfallreform, BAföG-Novelle und Migrationsdebatte →