Bundestakt

Faktencheck

Wer sagt im Bundestag die Wahrheit?

Jede Sitzung wird auf überprüfbare Tatsachenbehauptungen aller Fraktionen gescannt – gleiche Kriterien für alle, geprüft gegen Primärquellen, redaktionell freigegeben. Zur Methodik

Der Faktentreue-Score

Der Score zeigt je Fraktion, wie viele ihrer geprüften Tatsachenbehauptungen nicht als falsch oder irreführend bewertet wurden: 100 % heißt, keine der geprüften Aussagen war falsch oder irreführend. Der Score ist dynamisch – jede neu analysierte Sitzung und jeder freigegebene Faktencheck verändert ihn. Gleiche Kriterien für alle Fraktionen; je kleiner die Prüfbasis, desto vorsichtiger ist der Wert zu lesen. Der Score zeigt die Bundestagsfraktionen – geprüfte Aussagen von Regierungsmitgliedern ohne Fraktionszuordnung erscheinen in der Liste unten, fließen aber nicht in die Grafik ein.

SPD

54 geprüft · 2 davon falsch oder irreführend

96 %
Linke

45 geprüft · 2 davon falsch oder irreführend

96 %
Grüne

50 geprüft · 3 davon falsch oder irreführend

94 %
Union

123 geprüft · 21 davon falsch oder irreführend

83 %
AfD

108 geprüft · 42 davon falsch oder irreführend

61 %

18 geprüfte Behauptungen

Truels ReichardtSPD7. Oktober 2026
Belegt
»Seit 1991 ist die Zahl der getöteten 18- bis 24-Jährigen von 2 750 auf 295 gesunken; das sind immer noch 295 zu viel.«
Bärbel BasSPD11. September 2026
Teilweise belegt
»Jeder Fünfte im Alter von 20 bis 34 Jahren steht heute ohne Berufsabschluss da.«
Lars KlingbeilSPD8. September 2026
Teilweise belegt
»Die Zahl der Insolvenzen erreichte im ersten Halbjahr den höchsten Stand seit 2005. Gleichzeitig gab es im ersten Halbjahr 2026 mehr als 350 000 Neugründungen von Gewerben; gut 8 Prozent mehr als im Vorjahr.«
Lars KlingbeilSPD8. September 2026
Teilweise belegt
»Bis Ende Juli konnten bereits mehr als 50 Milliarden der 500 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen investiert werden.«
Lars KlingbeilSPD8. September 2026
Belegt
»Man muss sich nur die Situation im Sommer ansehen; in diesem Jahr knapp 16 000 Hitzetote, Niedrigwasser und Waldbrände.«
Elisabeth KaiserSPD8. September 2026
Teilweise belegt
»Kein einziges der größten 100 Unternehmen in diesem Land hat einen Vorstandsvorsitzenden aus Ostdeutschland. Weniger als 5 Prozent der Bundesrichter und nur 10 Prozent der wichtigsten Medienmacher kommen aus dem Osten.«
Bärbel BasSPD6. Mai 2026
Belegt
»Es ist in der Tat so, dass wir feststellen, dass wir bei Jüngeren immer noch die geringste Erwerbslosenquote in der ganzen EU haben«
Mahmut ÖzdemirSPD23. April 2026
Nicht belegbar
»Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern haben ein öffentliches Auftragsvolumen von 15 Prozent, Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern haben ein öffentliches Auftragsvolumen von 40 Prozent.«
Wiebke EsdarSPD16. April 2026
Belegt
»Mehr als 85 Prozent der Tarifbeschäftigten haben damals davon profitiert.«
Dr. Stefanie HubigSPD15. April 2026
Teilweise belegt
»dann sehen wir, dass jede fünfte Frau, also 20 Prozent der Frauen, und 13 Prozent der Männer von digitaler Gewalt betroffen sind«
Dr. Stefanie HubigSPD15. April 2026
Teilweise belegt
»Diese Straftaten werden zu 80 bis 90 Prozent von Männern begangen. Das ist die Aussage. Eine Differenzierung nach Nationalitäten oder Herkunft ist in dem Fall nicht wichtig.«
Sebastian RoloffSPD15. April 2026
Teilweise belegt
»Über 1 Milliarde Euro haben die Mineralölkonzerne durch den Krieg im Iran allein im Zeitraum 2. März bis 12. April nur in Deutschland verdient – obendrauf, on top.«
Kerstin GrieseSPD27. März 2026
Teilweise belegt
»der Niedriglohnanteil ist von 23 Prozent im Jahr 2017 auf 15,9 Prozent im Jahr 2024 gesunken«
Jens PeickSPD27. März 2026
Belegt
»Denn die großen Autobauer haben in den letzten Jahren alle Gewinne gemacht: BMW 7,5 Milliarden Euro, VW 6,9 Milliarden Euro, Mercedes-Benz 5,3 Milliarden Euro, und auch Audi gab in diesem Monat einen Gewinn nach Steuern von 4,6 Milliarden Euro bekannt.«
Bärbel BasSPD19. März 2026
Teilweise belegt
»Eine Studie aus 2020 zeigt: Frauen in Westdeutschland verdienen in ihrem gesamten Leben im Schnitt 670 000 Euro weniger als Männer. Bei Frauen in Ostdeutschland sind es 450 000 Euro.«
Armand ZornSPD19. März 2026
Nicht belegbar
»Bis letzte Woche Freitag stiegen die Benzinpreise – ohne Steuern und Abgaben – bei uns in Deutschland um plus 28 Prozent, in Belgien nur um plus 16 Prozent und in Slowenien um plus 2 Prozent.«
Isabel CademartoriSPD18. März 2026
Teilweise belegt
»In Italien zahlt der Kunde aktuell 73 Cent Steuern pro Liter, in Deutschland 66 Cent.«
Frauke HeiligenstadtSPD6. März 2026
Belegt
»Das Bundesverfassungsgericht hat gesagt, dass wir eine Vermögensteuer erheben dürfen. Es hat 1995 festgestellt, die Bewertung von Grundstücken sei nicht in Ordnung – damals sind Einheitswerte als Bewertungsgrundlage herangezogen worden –, aber eine Vermögensteuer entspreche dem Grunde nach der Eigentumsgarantie nach unserem Grundgesetz.«