Bundestakt

17. April 2026 · 72. Sitzung · 21. Wahlperiode

Verbraucherkreditgesetz und Libanon-Eskalation

01 / 05

Ein Klick, später die Mahnung

Der Bundestag beschließt strengere Regeln für Kredite: „Buy now, pay later“ fällt künftig unter den Verbraucherschutz, die Zahlungsfähigkeit muss geprüft werden. Grüne und Linke sehen weiter Schutzlücken.

02 / 05

Recht auf Vergessen nach Krebs

Union und SPD fordern per Entschließung, dass Krebsüberlebende bei Krediten und Versicherungen nicht länger benachteiligt werden. Der SPD-Abgeordnete Adis Ahmetovic sprach als Betroffener am Rednerpult.

03 / 05

E-Auto-Zuschuss im Omnibus

Per Änderungsantrag hängt die Koalition die E-Auto-Förderung an das Kreditgesetz: ab Mai mindestens 3.000 Euro, rückwirkend ab 1. Januar. Grüne und AfD nennen das fachfremd und sozial unausgewogen.

04 / 05

Libanon: Million auf der Flucht

In der Aktuellen Stunde zum Libanon ist von über 2.000 Toten und mehr als einer Million Vertriebenen die Rede. Alle Fraktionen wollen die Hisbollah entwaffnen – über das Wie streiten sie heftig.

05 / 05

Die Rechnung an der Zapfsäule

Der Krieg am Persischen Golf zieht sich durch den ganzen Sitzungstag: Diesel über 2,30 Euro, Stickstoffdünger über 750 Euro je Tonne, als Antwort zwei Monate Energiesteuer-Senkung um 17 Cent.

2Zahlen der Sitzung

So lief der Tag

Sitzungsdauer

4 Std. 46 Min.

Reden

63

Zwischenrufe

145

aus dem Protokoll gezählt

Abstimmungen

0

Redezeit je Fraktion

Näherung über die Wortzahl der Redebeiträge (~110 Wörter pro Minute)

Union
1 Std. 44 Min.
SPD
1 Std. 0 Min.
Grüne
44 Min.
AfD
1 Std. 13 Min.
Linke
38 Min.
Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
9 Min.

Wer ruft dazwischen?

Zwischenrufe nach verursachender Fraktion, soweit im Protokoll zugeordnet

Union
22
SPD
28
Grüne
30
AfD
41
Linke
24

»Künftig gilt klar: Ein Kredit darf nur noch dann vergeben werden, wenn er auch zurückgezahlt werden kann.«

Nadine HeselhausSPD

Heselhaus eröffnete die Debatte über die Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie und fasste damit den Kern des Gesetzes zusammen: die verschärfte Kreditwürdigkeitsprüfung.

Bundestag, 17. April 2026 – Verbraucherkredite, Agrarkrise und der Krieg im Libanon

Ein Sitzungsfreitag, der vom Kleingedruckten beim Onlinekauf bis zu den Bombardierungen in Beirut reichte. Verbunden waren die Debatten durch eine Frage: Wer trägt die Kosten der aktuellen Krisen – Verbraucherinnen, Höfe, Patienten oder der Staat?

Gesetzentwurf: Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie

Nadine Heselhaus (SPD) und Susanne Hierl (CDU/CSU) warben für verschärfte Kreditwürdigkeitsprüfungen und die Einbeziehung von „“. Stefan Schmidt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) rügte die um fast fünf Monate verspätete Umsetzung und verbliebene Schutzlücken, Christin Willnat (Die Linke) das unangetastete Scoring der Schufa. Stefan Möller (AfD) nannte den Entwurf ein „Lehrbuchbeispiel für schlechte Gesetzgebung“. Per Änderungsantrag hängte die Koalition die E-Auto-Förderung an, was Dr. Till Steffen (Grüne) als fachfremd angriff.

Anträge der AfD: Ernährungssicherheit, Dünger und CO2-Preis

Vier Anträge, von Union und SPD zurückgewiesen. Hermann Färber (CDU/CSU) nannte sie „substanzlos“, Dr. Franziska Kersten (SPD) hielt der AfD Behauptungen über die EU-Kommission und die Straße von Hormus vor. Bernd Schuhmann (AfD) forderte das sofortige Aussetzen der CO2-Bepreisung für den Gartenbau.

Antrag der Linken: Zeitnahe Arzttermine

Julia-Christina Stange verwies auf 42 Tage durchschnittliche Wartezeit und forderte eine einheitliche Gebührenordnung. Axel Müller (CDU/CSU) und Serdar Yüksel (SPD) nannten das TSVG wirkungslos, setzen aber auf ein Primärarztsystem statt auf neue Vorgaben.

Antrag der Grünen: Russlands Schattenflotte

Robin Wagener verglich die Tanker mit Schrottautos auf der Autobahn. Roderich Kiesewetter (CDU/CSU) sah den Antrag in die richtige Richtung weisen, Sören Pellmann (Die Linke) warnte vor militärischer Eskalation, die AfD vor den Folgen der Sanktionen.

Aktuelle Stunde: Eskalation im Libanon

Staatssekretär Johann Saathoff kündigte zusätzliche 75 Millionen Euro an. Union und AfD verlangten die Entwaffnung der Hisbollah, Luise Amtsberg (Grüne) nannte das Ende von UNIFIL einen Fehler.

3Top-Themen

Worum es wirklich ging

Thema 1

Kredit per Klick: neue Regeln für „Buy now, pay later“

Worum es geht

Der Bundestag beriet abschließend die Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie, deren Frist am 20. November 2025 ablief – die EU-Kommission hat deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Künftig fallen auch Kleinkredite und Modelle wie „Buy now, pay later“ unter das Verbraucherkreditrecht, die Kreditwürdigkeitsprüfung wird an die Maßstäbe für Immobiliendarlehen angenähert. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die Sebastian Steineke (CDU/CSU) nannte, gelten rund 8,1 Prozent der Erwachsenen als überschuldet, fast 5,7 Millionen Menschen. Zugleich verzichtet die Koalition auf zusätzliche nationale Regeln und erhält Kauf auf Rechnung, Chargekarten und zinsfreie Debitkarten. Eine begleitende Entschließung fordert ein „Recht auf Vergessenwerden“ für Krebsüberlebende.

Was heißt das für dich?

Wenn du im Onlineshop „später zahlen“ anklickst, wird künftig geprüft, ob du die Summe realistisch zurückzahlen kannst – auch bestehende Verpflichtungen zählen mit. Wird dein Dispo gekündigt, müssen Banken eine Rückzahlung in planbaren Monatsraten anbieten, und du sollst früher auf Schuldnerberatung hingewiesen werden. Beim Scoring dürfen Postleitzahl, Alter, Geschlecht und Daten von Minderjährigen nicht mehr einfließen, und du kannst erfahren, welche Daten mit welchem Gewicht verwendet wurden. Beim Vertragsschluss reicht künftig Textform statt eigenhändiger Unterschrift – bequemer online, aus grüner Sicht aber ein Einfallstor für Identitätsbetrug. Der Kauf auf Rechnung bleibt wie gewohnt möglich.

Wo die Fraktionen stehen5 Positionen
CDU/CSU

Die Union betont das Maßhalten: Verbraucherschutz ja, aber ohne Bevormundung und ohne deutsche Sonderregeln über das EU-Recht hinaus. Kauf auf Rechnung, Chargekarten und der Wechsel von Schriftform zu Textform waren ihre zentralen Verhandlungsziele.

»Aber ich sage auch genauso klar: Verbraucherschutz darf nicht zu Bevormundung führen.«Susanne Hierl
SPD

Die SPD stellt das Gesetz als Schutz vor der Schuldenfalle dar: strengere Prüfung vor jeder Kreditvergabe, Regeln für „Buy now, pay later“, mehr Rechte beim Dispo und Erhalt der Wartefrist bei Restschuldversicherungen. Beim Scoring soll Transparenz gelten, diskriminierende Merkmale fallen weg.

»Deshalb gilt künftig auch hier: Erst prüfen, dann erlauben!«Nadine Heselhaus
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen kritisieren die verspätete Umsetzung und verbleibende Schutzlücken: oberflächliche Prüfung bei Kleinkrediten, Herausnahme der Debitkarten, keine festen Referenzzinssätze gegen Wucherzinsen. Sie lehnen den Entwurf ab und werben für ihren Entschließungsantrag.

»Bei Onlinekrediten auf die Schriftform zu verzichten, ist genau das Gegenteil von Verbraucherschutz.«Stefan Schmidt
AfD

Die AfD lehnt den Gesetzentwurf ab: Er sei unverständlich formuliert, setze eine übergriffige EU-Richtlinie um und lasse sich über Einwilligungen im Datenschutz ohnehin umgehen. Gegen Überschuldung helfe nicht Regulierung, sondern bessere Schulbildung.

»Meine Damen und Herren, wer den Dreisatz nicht beherrscht, der ist ein potenzielles Opfer für Überschuldung.«Stefan Möller
Die Linke

Die Linke sieht Schritte in die richtige Richtung, aber zu viel Formalismus: Mehr Informationsblätter änderten nichts an Geschäftsmodellen, die auf schnellen Konsum ausgelegt sind. Kritisiert werden vor allem die Macht privater Auskunfteien beim Scoring und die ungeklärte Finanzierung der Schuldnerberatung.

»Aber Informationen schützen nicht vor einem System, das darauf ausgelegt ist, schneller zu sein als jede bewusste Entscheidung.«Christin Willnat

Thema 2

E-Auto-Zuschuss – angehängt an ein Kreditgesetz

Worum es geht

Über einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen wurde die Förderung klimaneutraler Mobilität in das Verbraucherkreditgesetz eingefügt. Laut Carl-Philipp Sassenrath (CDU/CSU) können ab Mai Förderanträge für neu zugelassene Fahrzeuge gestellt werden: mindestens 3.000 Euro für rein batterieelektrische Autos, mindestens 1.500 Euro für Plug-in-Hybride und Range Extender, gestaffelt nach Jahreseinkommen und Familiensituation. Die Förderung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Grüne und AfD kritisierten das Verfahren als sachfremdes Omnibusgesetz, das in letzter Minute angehängt wurde.

Was heißt das für dich?

Wenn du in diesem Jahr ein E-Auto zugelassen hast oder eines planst, kannst du ab Mai Geld beantragen – auch wenn der Vertrag längst geschrieben ist. Ob du etwas bekommst und wie viel, hängt von deinem Jahreseinkommen und deiner Familiensituation ab. Auch Plug-in-Hybride und Range Extender werden gefördert, was aus grüner Sicht Fahrzeuge begünstigt, die im Alltag mit Benzin fahren. Strittig ist, ob der Zuschuss dort ankommt, wo Mobilität teuer wird: bei Menschen mit kleinem Budget auf dem Land. Langfristig entscheidend bleiben Ladeinfrastruktur und Strompreis.

Wo die Fraktionen stehen3 Positionen
CDU/CSU

Die Union verteidigt die Förderung als Erfolg und verweist auf über 70.000 Neuzulassungen im März. Zugleich betont sie, der Staat könne den Markt nicht dauerhaft tragen; nötig seien bessere Ladeinfrastruktur, bezahlbarer Strom und Batterierecycling in Europa.

»Zweitens. Klar ist auch: Dauerhaft kann der Staat keinen Markt tragen.«Carl-Philipp Sassenrath
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen nennen die Regelung fachfremd, systematisch unsauber und sozial unausgewogen. Die rückwirkende Auszahlung erzeuge Mitnahmeeffekte ohne Lenkungswirkung, und die Einbeziehung von Plug-in-Hybriden verlängere faktisch den Verbrenner.

»Wer 200 000 Euro für ein Auto ausgeben kann, der braucht keine Förderung vom Staat dazu.«Dr. Till Steffen
AfD

Die AfD lehnt sowohl das Verfahren als auch den Inhalt ab. Sie hält E-Mobilität für nicht wirklich klimaneutral und hätte stattdessen eine dauerhafte Senkung von Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe im Gesetz sehen wollen.

»Omnibusgesetze – ich habe es erwähnt – lehnen wir als AfD eigentlich grundsätzlich ab und fragen uns immer: Was haben Sie da gerade wieder zu verbergen?«Stephan Brandner

Thema 3

Krieg im Libanon: Waffenruhe auf dem Prüfstand

Worum es geht

In einer von der Linken verlangten Aktuellen Stunde ging es um die Eskalation im Libanon seit Ende Februar 2026. Nach israelischen Luftangriffen im Rahmen der Operation Eternal Darkness und Raketenangriffen der Hisbollah sprachen Rednerinnen und Redner von über 2.000 Toten und mehr als einer Million Vertriebenen im Land, darunter über 250.000 Menschen, die nach Syrien geflohen sind. In der Nacht zuvor war eine zunächst auf zehn Tage angelegte Waffenruhe verkündet worden; erstmals seit Jahrzehnten gibt es direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. Zugleich läuft die UN-Mission UNIFIL in diesem Jahr aus. Die Bundesregierung stellt zusätzlich 75 Millionen Euro aus der Entwicklungszusammenarbeit und 45 Millionen Euro humanitäre Hilfe bereit.

Was heißt das für dich?

Der Krieg in der Region schlägt direkt auf deine Kosten durch: An der Zapfsäule liegt der Dieselpreis laut Debatte über 2,30 Euro je Liter, die Energiesteuer wird nur für zwei Monate um 17 Cent gesenkt. Stickstoffdünger ist von rund 400 auf über 750 Euro je Tonne gestiegen, was Brotgetreide und damit Lebensmittelpreise verteuert. Höhere Energiepreise wandern schrittweise in Mieten, Heizkosten und Alltagsprodukte. Politisch wird zudem diskutiert, ob die Bundeswehr die Straße von Hormus mitsichern soll – mit Folgen für Einsätze in Nord- und Ostsee. Und ein Kollaps des Libanon würde neue Fluchtbewegungen auslösen.

Wo die Fraktionen stehen5 Positionen
CDU/CSU

Die Union sieht in den Gesprächen eine historische Chance und will Präsident Aoun unterstützen. Deutsche Hilfe soll an Bedingungen gebunden sein: staatliche Kontrolle über das gesamte Staatsgebiet, Entwaffnung der Hisbollah und Normalisierung der Beziehungen zu Israel.

»Deswegen ist die Entwaffnung der Hisbollah das entscheidende Erfolgskriterium für den dauerhaften Frieden im Libanon.«Johannes Volkmann
SPD

Die SPD benennt beide Seiten: die Hisbollah als vom Iran gestützte Terrormiliz und die israelische Regierung wegen unverhältnismäßiger Angriffe auf Wohngebiete. Sie setzt auf Entwicklungszusammenarbeit als Friedens- und Sicherheitspolitik und auf eine geschlossene europäische Position.

»Es ist möglich, klar zu sagen, dass wir gegen das Mullah-Regime und gegen die Hisbollah sind, aber dass wir auch gegen die Art und Weise sind, wie dagegen gekämpft wird.«Adis Ahmetovic
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen nennen das Ende von UNIFIL einen Fehler und warnen vor dem Zerfall der libanesischen Staatlichkeit und einem neuen Bürgerkrieg. Die Entwaffnung der Hisbollah müsse der libanesische Staat selbst leisten, gestärkt statt durch Angriffe von außen geschwächt.

»Frieden kann nicht unter Beschuss verhandelt werden.«Luise Amtsberg
AfD

Die AfD betont Israels Sicherheitsinteressen, lehnt aber eine dauerhafte Besetzung des Südlibanon ab. Sie fordert, die libanesische Armee militärisch auszurüsten, damit sie sich gegen die Hisbollah durchsetzen kann, und erklärt UNIFIL für gescheitert.

»Nicht UN-Resolutionen oder feministische Außenpolitik können das Land zu Frieden und Wohlstand zurückführen, sondern nur die längst überfällige Zerschlagung der Hisbollah.«Dr. Alexander Wolf
Die Linke

Die Linke verurteilt die Raketenangriffe der Hisbollah als völkerrechtswidrig, hält aber auch das israelische Vorgehen und eine geplante Pufferzone im Südlibanon für mit dem humanitären Völkerrecht unvereinbar. Sie fordert einen stabilen Waffenstillstand, Diplomatie, Stärkung der Zivilgesellschaft und ein Ende der Rüstungsexporte in die Region.

»Wer Frieden will, darf nicht gleichzeitig Waffen liefern.«Cansu Özdemir

5Debattenkultur

Wie miteinander geredet wurde

Zwei Skalen von 1 bis 10, gleiche Kriterien für alle Fraktionen: Themenfokus (10 = Redezeit konsequent beim Thema) und Konfrontation (10 = maximal konfrontativer Ton).

CDU/CSU
Themenfokus8/10
Konfrontation6/10

Steineke, Hierl und Müller arbeiteten detailliert an Kauf auf Rechnung, Chargekarten und TSVG-Bilanz. Körner und Frauenpreiß setzten zusätzlich auf Spott, etwa mit dem Vorwurf, die AfD wolle vor allem TikTok-Videos produzieren, und mit einem Seitenhieb auf Brandners Videoeinnahmen.

SPD
Themenfokus8/10
Konfrontation7/10

Heselhaus, Wegge und Yüksel blieben eng am Gesetz bzw. an der Versorgungsfrage. Kersten und Lindh nutzten dagegen große Teile ihrer Redezeit für Angriffe auf die AfD, bis zu Lindhs Formulierung von „Schattenflotten Russlands und anderer Regime in deutschen Parlamenten“.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Themenfokus8/10
Konfrontation7/10

Schmidt, Steffen und Grau lieferten konkrete Alternativen von Referenzzinssätzen bis Primärversorgung. Bär beendete seine Agrarrede mit der Forderung nach einem AfD-Verbot, Hofreiter griff die Linke als „Wagenknecht-Vertreter“ an – das verschärfte den Ton erheblich.

AfD
Themenfokus6/10
Konfrontation8/10

Möller und Protschka argumentierten fachlich an den Vorlagen, Gottschalk und Bloch schweiften jedoch deutlich ab – zu Landtagswahlen, NGOs, Sozialversicherungsabkommen und Energydrinks. Persönliche Angriffe wie „Scherzkeks“ und „Klassenversager“ oder Schuhmanns Zwischenruf „Passt das in euer Hirn rein?“ prägten den Ton.

Die Linke
Themenfokus7/10
Konfrontation6/10

Willnat, Stange und Özdemir blieben sachlich bei Scoring, Wartezeiten und Völkerrecht. Bauers Agrarrede verlagerte den Schwerpunkt stark auf den Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes und einen „ökologischen und demokratischen Sozialismus“, Pellmann verglich den grünen Antrag mit der Politik Dick Cheneys.

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