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Justiz & Recht

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Die Fraktion verweist auf einen langen Vorlauf seit der FinanzKommission Gesundheit und wertet die späten Änderungen als normales parlamentarisches Geschäft. Das Gesetz müsse schnell kommen, um steigende Beitragssätze abzuwenden.

»Es handelt sich um die größte gesundheitspolitische Reform seit Langem. Sie wurde unter Einhaltung aller Fristen intensiv beraten. Jetzt ist es Zeit für Entscheidungen.«Steffen Bilger
Aus der Debatte vom 8. Juli 2026
SPD

Die Fraktion nimmt den Heilmann-Beschluss ernst, sieht aber wegen der ausstehenden Hauptsacheentscheidung vom 23. Juli rechtliche Unsicherheit. Entscheidend seien die Gesamtumstände, die sich vom Gebäudeenergiegesetz unterschieden.

»Von daher ist dies hier eine unterschiedliche Art und Weise der Gesamtumstände, die nicht dazu führt, dass ich zu einer anderen rechtlichen Einschätzung komme.«Dirk Wiese
Aus der Debatte vom 8. Juli 2026
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Fraktion sieht ein chaotisches Verfahren ohne seriöse Beratungsmöglichkeit und beantragte die Absetzung. Sie hält der Union vor, mit zweierlei Maß zu messen, weil sie beim Gebäudeenergiegesetz der Ampel selbst schärfste Kritik geübt hatte.

»Was Sie hier machen, ist keine ordentliche Beratung, meine Damen und Herren, und deswegen beantragen wir, das Gesetz zur Beitragsstabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung von der Tagesordnung abzusetzen.«Irene Mihalic
Aus der Debatte vom 8. Juli 2026
AfD

Die Fraktion spricht von einem komplett neuen Gesetz, das durchs Parlament gepeitscht werde, und warnt vor Kahlschlag bei Krankenhäusern, Apotheken und ambulanter Pflege. Sie kündigte den Gang zum Bundesverfassungsgericht an.

»Hören Sie auf, die Demokratie zu beschädigen! Setzen Sie das Gesetz ab! Ansonsten sehen wir uns vor dem Verfassungsgericht wieder.«Martin Sichert
Aus der Debatte vom 8. Juli 2026
Die Linke

Die Fraktion beantragte ebenfalls die Absetzung von TOP 22a und kritisiert mündliche Änderungsanträge, unklare Beschlusslagen und ignorierte Mehrheiten in den Ausschüssen. Sie will nach Karlsruhe ziehen.

»Politik ist die öffentliche Aushandlung sozialer und gesellschaftlicher Probleme, und für diese Aushandlung benötigt man Zeit.«Ina Latendorf
Aus der Debatte vom 8. Juli 2026
fraktionslos

Der SSW-Abgeordnete Stefan Seidler weist darauf hin, dass Vertreter nationaler Minderheiten grundsätzlich fraktionslos in den Bundestag einziehen und dadurch in ihren Mitwirkungsrechten eingeschränkt sind. Er wirbt für maßvolle Geschäftsordnungsänderungen und erreicht die Überweisung seines Antrags.

»Unsere nationalen Minderheiten sind ein Teil unseres Landes; das sieht man jetzt auch in unserem Parlament.«Stefan Seidler
Aus der Debatte vom 25. März 2025

2 Sitzungen

Geprüfte Behauptungen zu Justiz & Recht

Steffen BilgerUnionNicht belegbar
»Beim sogenannten Osterpaket erreichten die Ausschussmitglieder keine zehn Minuten vor der abschließenden Ausschusssitzung über 300 Seiten Änderungsanträge aus dem Hause von Robert Habeck.«
Martin SichertAfDIrreführend
»Es hat erst vor drei Jahren auf Antrag von AfD- und CDU-Abgeordneten festgestellt, dass große Änderungen allen Abgeordneten weit vor der Abstimmung vorliegen müssen.«
Dr. Stefanie HubigSPDTeilweise belegt
»Eine halbe Milliarde Euro steuert der Bund bei; das ist doppelt so viel wie in den letzten beiden Legislaturperioden.«
Carsten SchneiderSPDTeilweise belegt
»2025 war knapp jeder fünfte Neuwagen ein reines Elektroauto: 45 Prozent mehr als im Vorjahr. 2026 setzt sich dieser Positivtrend fort. Die Zahl der Ladepunkte im Ladesäulennetz hat sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt.«
Carsten SchneiderSPDBelegt
»Noch eine letzte Erfolgsmeldung: 2025 lag die Wärmepumpe – wir haben gerade darüber diskutiert – bei den Heizsystemen zum ersten Mal auf Platz eins, also vor den Gasheizungen.«
Karsten HilseAfDTeilweise belegt
»Deutschland steht jetzt bei den höchsten Benzinpreisen auf Platz 9 von 169 Ländern.«
Dr. Jan-Niclas GesenhuesGrüneTeilweise belegt
»Wir hatten während der letzten Hitzewelle 800 Hitzetote. Im ganzen letzten Jahr waren es 1 600.«
Julia SchneiderGrüneTeilweise belegt
»Aber in Ihrem Haushalt werden zum Beispiel die Mittel für Maßnahmen zur Klimaanpassung um 86 Prozent gekürzt.«
Stephan BrandnerAfDIrreführend
»Stichwort „Gruppenvergewaltigungen“: Anstieg von 2015 mit etwa 400 Fällen auf 2025 mit 751 Fällen. 80 Prozent der Opfer sind Deutsche, nur 4 Prozent sind Ausländer.«
Caroline BosbachUnionIrreführend
»Bei linksextremistisch motivierten Gewaltdelikten haben wir tatsächlich den mit Abstand stärksten Zuwachs aller Phänomenbereiche zu verzeichnen.«