25. September 2026 · 97. Sitzung
Themen / Justiz & Recht
Justiz & Recht
Wo stehen die Fraktionen?
Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.
Die Union sieht Deutschland als ständiges Ziel hybrider Angriffe und will die Dienste auf Augenhöhe mit europäischen Partnern bringen. Mit erweiterten Befugnissen soll gleichzeitig die Kontrolle beim Unabhängigen Kontrollrat gebündelt und gestärkt werden.
»Ja, aus Nachrichtendiensten werden echte Geheimdienste.«– Alexander DobrindtAus der Debatte vom 24. September 2026 →
Die SPD betont die veränderte Bedrohungslage durch Cyberangriffe, Drohnen und Einflussoperationen und will Schutzlücken schließen, ohne das Trennungsgebot aufzuweichen. Beim Umgang mit schützenswerten Berufsgruppen und der parlamentarischen Kontrolle sieht sie Nachbesserungsbedarf.
»Polizei bleibt Polizei, Nachrichtendienst bleibt Nachrichtendienst, und auch Bundeswehr bleibt Bundeswehr.«– Sebastian FiedlerAus der Debatte vom 24. September 2026 →
Die Grünen unterstützen operative Befugnisse für den BND im Ausland, lehnen aber vergleichbare Rechte für den Inlandsdienst ab. Sie fordern ein Schwachstellenmanagement, stärkeren Schutz von Berufsgeheimnisträgern und eine wirksame Vorabkontrolle durch den Unabhängigen Kontrollrat.
»Einiges an diesem Paket ist mit diesen Grundpfeilern unserer Freiheit nicht vereinbar; es ist überzogen.«– Konstantin von NotzAus der Debatte vom 24. September 2026 →
Die AfD lehnt den Entwurf vollständig ab und spricht von einem Umbau des Verfassungsschutzes zur Geheimpolizei. Sie fordert ein eigenständiges BND-Gesetz, klare Trennung von Inlands- und Auslandsdienst und einen Sitz der größten Oppositionsfraktion im Kontrollgremium.
»Mit diesen Zersetzungsmaßnahmen wird der Verfassungsschutz zur Stasi 2.0 umgebaut.«– Gottfried CurioAus der Debatte vom 24. September 2026 →
Die Linke verweist auf die Lehren aus dem NSU-Untersuchungsausschuss und kritisiert die geplante Anwerbung von 16- und 17-Jährigen als Vertrauenspersonen. Sie sieht das Trennungsgebot aufgehoben und erwartet, dass das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht scheitert.
»Die Lehre aus dem NSU war „weniger V-Leute“, nicht „jüngere Leute“.«– Clara BüngerAus der Debatte vom 24. September 2026 →
Der SSW-Abgeordnete Stefan Seidler weist darauf hin, dass Vertreter nationaler Minderheiten grundsätzlich fraktionslos in den Bundestag einziehen und dadurch in ihren Mitwirkungsrechten eingeschränkt sind. Er wirbt für maßvolle Geschäftsordnungsänderungen und erreicht die Überweisung seines Antrags.
»Unsere nationalen Minderheiten sind ein Teil unseres Landes; das sieht man jetzt auch in unserem Parlament.«– Stefan SeidlerAus der Debatte vom 25. März 2025 →
15 Sitzungen
24. September 2026 · 96. Sitzung
Nachrichtendienstreform, EEG-Novelle und Organspende
10. September 2026 · 93. Sitzung
Haushalt 2027: Sicherheit rauf, Soziales runter
24. Juni 2026 · 85. Sitzung
Rentenkommission, IP-Speicherung und Faschismus-Streit
10. Juni 2026 · 82. Sitzung
Migrations- und Sicherheitspolitik, UN-Sicherheitsrat
21. Mai 2026 · 80. Sitzung
Spitzensportfördergesetz und Nord-Stream-Aufklärung
20. Mai 2026 · 79. Sitzung
Sparkurs, Wohngeld-Kürzung und Klimastreit
8. Mai 2026 · 78. Sitzung
Gewaltschutzgesetz mit elektronischer Fußfessel
23. April 2026 · 74. Sitzung
Vergabebeschleunigung und Sexualstrafrecht
17. April 2026 · 72. Sitzung
Verbraucherkreditgesetz und Libanon-Eskalation
26. März 2026 · 68. Sitzung
Kraftstoffpreise, Wehrbericht und digitale Gewalt
25. März 2026 · 67. Sitzung
Gewalt gegen Frauen, digitale Gewaltschutzpläne
5. März 2026 · 62. Sitzung
Kensington-Vertrag und Grundsicherungsreform
27. Februar 2026 · 60. Sitzung
GEAS-Umsetzung, Gewaltschutz und Apothekenreform
25. März 2025 · 1. Sitzung
Konstituierung des 21. Bundestages
Geprüfte Behauptungen zu Justiz & Recht
»Allein aus der staatlichen Förderung kann bis zum Renteneintritt ein Beitrag von 53 000 Euro entstehen.«
»Selbst wenn nichts zugezahlt wird, kommt man bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent per annum auf einen Betrag von 20 000 Euro bis zum Renteneintritt.«
»Der schwedische Altersvorsorgefonds, der im Wesentlichen überwiegend ein Aktienfonds ist, hat bisher eine jährliche Rendite von 11 Prozent für seine Teilnehmer erwirtschaftet.«
»Wie kann es dann sein, dass zusätzlich zu den 120 Euro an staatlichen Einzahlungen pro Jahr weitere 6 840 Euro an privaten Einzahlungen erlaubt sind? Das ist das 57-Fache.«
»1,2 Milliarden Euro Steuergeld fließen bis 2030 direkt in private Verträge. Das sind eine halbe Million Neuabschlüsse pro Jahr.«
»§ 22 Absatz 2 Ihres Vorschlags stellt ausdrücklich fest, dass diese Mittel „Vermögen des Bundes“ bleiben. § 23 Absatz 4 besagt sogar, dass nicht verwendete Mittel an den Bundeshaushalt zurückfallen.«
»obwohl die Sozialausgaben mit 1,43 Billionen Euro noch nie so hoch waren wie heute«
»Was anderes als „charakteristische Ressourcenverschwendung“ ist es, wenn rund 2,5 Millionen ausländische Bürgergeldbezieher jedes Jahr rund 6 Milliarden Euro Gesundheitskosten verursachen?«
»Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe schätzt die Weitergabe über alle Wertschöpfungsstufen auf durchschnittlich 83 Prozent bei Diesel und 78 Prozent bei Benzin.«
»Nur 73 Prozent des letzten Tankrabatts sind bei den Verbrauchern angekommen. Das sind 400 Millionen Euro, die Sie den Mineralölkonzernen geschenkt haben.«