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Bundespolizeigesetz (Neufassung)
Gesetz zur Modernisierung des Bundespolizeigesetzes
85/100
Betrifft viele – Betrifft neben der Bundespolizei und Bewerbenden alle Menschen, die von Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen an Grenzen, Bahnhöfen und Flughäfen erfasst werden können.
- Eingebracht
- 10.10.2025
- Verkündet
- 27.10.2026
- In Kraft
- 28.10.2026
- Reden im Plenum
- 27
In einfachen Worten
Das Bundespolizeigesetz stammt laut Entwurf überwiegend aus dem Jahr 1994 und soll durch eine komplette Neufassung ersetzt werden. Ziel ist es, die Bundespolizei mit zeitgemäßen Befugnissen auszustatten, Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen und zwei EU-Richtlinien zu berücksichtigen.
Was sich ändern soll
- Laut Entwurf erhält die Bundespolizei neue Befugnisse im Bereich der Telekommunikation, weil Täterinnen und Täter verschlüsselt kommunizieren und Cloud- und Onlinedienste nutzen; Vorbild sind die Regeln des Bundeskriminalamtes.
- Der Entwurf sieht den Einsatz von Drohnen als Träger von Kameras und Mikrofonen sowie technische Mittel gegen unbemannte Fahrzeugsysteme vor.
- Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus mehreren Entscheidungen werden übernommen, etwa zum Schutz des höchstpersönlichen Lebensbereichs beim Einsatz von verdeckten Ermittlern und Vertrauenspersonen sowie zu besonders eingriffsintensiven Maßnahmen.
- Wer bei der Bundespolizei eingestellt werden soll, muss künftig verpflichtend überprüft werden, einschließlich einer Abfrage beim nachrichtendienstlichen Informationssystem; begründet wird das mit dem Schutz vor Extremisten als sogenannten Innentätern.
- Der Innenausschuss empfiehlt Ergänzungen: unter anderem automatisierte Gefahrenerkennung und biometrische Echtzeit-Erkennung bei der Auswertung von Videoaufnahmen, Strafverfolgung auf Ersuchen eines Landes auch außerhalb der eigenen Zuständigkeit, Bußgelder bei Verstoß gegen Meldeauflagen, Strafbewehrung des Einreiseverbots gegen Unionsbürger sowie Klarstellungen zu Dashcams, zum Waffeneinsatz gegen Drohnen und zum Zugriff auf eine EU-Identitätsdatenbank.
Wen es betrifft
Betroffen sind laut Entwurf vor allem die Bundespolizei selbst sowie Menschen, die von ihren Maßnahmen erfasst werden, etwa bei Grenz-, Bahn- und Luftsicherheitsaufgaben. Hinzu kommen rund 4.800 Personen pro Jahr, die sich nach einem Auswahlverfahren für eine Einstellung bei der Bundespolizei bewerben, sowie Gerichte, Länder und Luftfahrtunternehmen.
Was es kostet
Für Bewerberinnen und Bewerber entsteht laut Entwurf ein Zeitaufwand von etwa zwölfeinhalb Minuten für das Lesen der Hinweise zur Einstellungsüberprüfung. Für die Wirtschaft entsteht kein Aufwand. Beim Bund steigt der jährliche Aufwand um rund 185 Millionen Euro, dazu kommen einmalig rund 18 Millionen Euro; die Länder tragen rund 187.000 Euro jährlich, die Kommunen nichts, und bei den Gerichten entstehen für etwa 80 präventive Maßnahmen im Jahr Kosten von rund 13.170 Euro.
Zusammengefasst aus dem Vorblatt von Drucksache 21/3051 + 21/6990 – so beschreiben die Initiatoren ihr Vorhaben. Redaktionell geprüft.
Amtliche Kurzbeschreibung
Beschlussempfehlung des Ausschusses: Änderungen; Annahme einer Entschließung
Bundestakt-Score
Wie stark betrifft dich das Gesetz – und wie gut lässt sich nachvollziehen, wie es entstanden ist?
85/100
Tragweite
28/40Wie viele Menschen betrifft das Gesetz direkt?
- Betrifft viele – Betrifft neben der Bundespolizei und Bewerbenden alle Menschen, die von Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen an Grenzen, Bahnhöfen und Flughäfen erfasst werden können. (erfüllt)28/40
Debatte
22/25Wie intensiv hat der Bundestag darüber geredet?
- 27 Redebeiträge im Bundestag (erfüllt)17/20
- Debatte von Bundestakt analysiert (erfüllt)5/5
Abstimmung
15/15Ist abgestimmt – und ist nachvollziehbar, wer wie gestimmt hat?
- Bundestag hat abschließend abgestimmt (erfüllt)8/8
- Namentliche Abstimmung – jede Stimme öffentlich (erfüllt)4/4
- Bundesrat hat abschließend beraten (erfüllt)3/3
Quellen
20/20Liegen die amtlichen Dokumente vor?
- Gesetzentwurf mit Begründung (erfüllt)7/7
- Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses (erfüllt)7/7
- Verkündet im Bundesgesetzblatt (erfüllt)6/6
Der Score sagt nichts darüber, ob ein Gesetz gut oder schlecht ist. Die Tragweite schlägt eine KI nach festen Stufen vor, die Redaktion prüft jede Einstufung; alles andere zählt, was das Dokumentationssystem des Bundestages und unsere Analysen belegen. Methodik
Werdegang
15 Stationen in Bundestag und Bundesrat, jeweils mit Originaldokument.
10.10.2025 · Bundesrat
Gesetzentwurf
Gesetzentwurf 557/25 ↗ · Federführend: Ausschuss für Innere Angelegenheiten
07.11.2025 · Bundesrat
Empfehlungen der Ausschüsse
21.11.2025 · Bundesrat
1. Durchgang
Plenarprotokoll 1059 ↗ · Beschluss: Stellungnahme
21.11.2025 · Bundesrat
Beschlussdrucksache
03.12.2025 · Bundestag
Gesetzentwurf
18.12.2025 · Bundestag
1. Beratung
Plenarprotokoll 21/50 ↗ · Federführend: Innenausschuss · Beschluss: Überweisung
08.07.2026 · Bundestag
Beschlussempfehlung und Bericht
08.07.2026 · Bundestag
Bericht gemäß § 96 Geschäftsordnung BT
10.07.2026 · Bundestag
2. Beratung
Plenarprotokoll 21/90 ↗ · Beschluss: Annahme in Ausschussfassung; Annahme einer Entschließung
Bundestakt hat diese Debatte analysiert: 90. Sitzung · GKV-Sparpaket, Heizungsgesetz und Diätenstopp →
10.07.2026 · Bundestag
3. Beratung
Plenarprotokoll 21/90 ↗ · Beschluss: Zustimmung
Bundestakt hat diese Debatte analysiert: 90. Sitzung · GKV-Sparpaket, Heizungsgesetz und Diätenstopp →
25.09.2026 · Bundesrat
Unterrichtung über Gesetzesbeschluss des BT
25.09.2026 · Bundesrat
2. Durchgang
Plenarprotokoll 1068 ↗ · Beschluss: Zustimmung
25.09.2026 · Bundesrat
Unterrichtung über Gesetzesbeschluss des BT
25.09.2026 · Bundesrat
Beschlussdrucksache
25.09.2026 · Bundestag
3. Beratung
Plenarprotokoll 21/97 ↗ · Beschluss: Annahme in Ausschussfassung
Namentliche Abstimmung322 Ja · 134 Nein · 118 Enthaltungen
Bundestakt hat diese Debatte analysiert: 97. Sitzung · Frühstartrente und Tankrabatt-Neuauflage →
27.10.2026 · Bundesgesetzblatt
Verkündet
28.10.2026
In Kraft