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Demokratie & Wahlrecht

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Merz griff die AfD frontal an, nannte Remigration ein Synonym fuer ethnische Saeuberung und warf ihr Naehe zu Russland vor. Zugleich kuendigte er an, Reformen und Wohlstandsversprechen besser zu erklaeren, statt den Kurs zu aendern. Die Fraktion betont Gedenkkultur und den Kampf gegen Antisemitismus.

»Sie sind und Sie bleiben, Frau Weidel, eine destruktive Kraft.«– Friedrich Merz
Aus der Debatte vom 9. September 2026 →
SPD

Die SPD setzt auf das Grundgesetz als Schutzschild, warnt vor Streit unter Demokraten und will Kultur- und Demokratiefoerderung in den Haushaltsberatungen sichern. Mehrere Redner forderten Selbstkritik: Man muesse Gefuehle von Zugehoerigkeit beantworten, nicht nur Massnahmenlisten vortragen.

»Das beste Rezept gegen ihre Politik ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland.«– Dr. Matthias Miersch
Aus der Debatte vom 9. September 2026 →
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Gruenen fordern konkrete Schutzmassnahmen fuer Zivilgesellschaft, Daten und Hochschulen sowie einen Pruefantrag fuer ein AfD-Verbot. Sie werfen der Union vor, mit Versprechen zum Buergergeld und harter Asylpolitik dem Populismus nachgelaufen zu sein, und ueben auch Selbstkritik an der eigenen Demokratiekampagne.

»Wir müssen jetzt einen Prüfantrag für ein AfD-Verbot auf den Weg bringen.«– Katharina Dröge
Aus der Debatte vom 9. September 2026 →
AfD

Die AfD deutet das Ergebnis als Auftrag zum Politikwechsel und kuendigt an, bei kommenden Wahlen einen Regierungsauftrag anzunehmen. Sie weist die Kritik an ihrer Russlandposition zurueck und wirft der Regierung Wortbruch und Versagen vor.

»Die Bürger wollen den Politikwechsel, und sie werden ihn bekommen.«– Dr. Alice Weidel
Aus der Debatte vom 9. September 2026 →
Die Linke

Die Linke sieht im Wahlergebnis die Folge sozialer Kaelte und fordert einen Kurswechsel in der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Kuerzungen bei der Demokratiefoerderung nennt sie unverantwortlich.

»Das war ein Großangriff auf unsere Demokratie, unser Grundgesetz und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.«– Heidi Reichinnek
Aus der Debatte vom 9. September 2026 →
fraktionslos

Der Vertreter des SSW sieht den Versuch gescheitert, den Rechten inhaltlich hinterherzulaufen, und fordert Politik, die den Alltag der Menschen konkret verbessert, statt Misstrauensdebatten zu fuehren.

»Der Versuch, den Rechten inhaltlich hinterherzulaufen, ist gescheitert.«– Stefan Seidler
Aus der Debatte vom 9. September 2026 →

9 Sitzungen

Geprüfte Behauptungen zu Demokratie & Wahlrecht

Alice WeidelAfDBelegt
»Deutschland ist mit 2,7 Millionen Flüchtlingen nach Kolumbien weltweit das zweitgrößte Aufnahmeland für Flüchtlinge.«
Alice WeidelAfDIrreführend
»Rund drei Viertel der Bürgergeldempfänger sind Ausländer oder haben einen Migrationshintergrund.«
Alice WeidelAfDTeilweise belegt
»Währenddessen verliert Deutschland jeden Monat 12 000 Arbeitsplätze in der Industrie, haben im vergangenen Jahr 190 000 Unternehmen in Deutschland aufgegeben, plant jeder dritte deutsche Mittelständler die Abwanderung ins Ausland, steigt die Zahl der Arbeitslosen wieder über die 3-Millionen-Marke«
Friedrich MerzUnionFalsch
»1,3 Prozent Wirtschaftswachstum für das Jahr 2026 zeigen, dass unsere ersten Maßnahmen helfen,«
Friedrich MerzUnionTeilweise belegt
»Jeder sechste Beschäftigte im Handwerk hat einen ausländischen Pass.«
Katharina DrögeGrüneTeilweise belegt
»Mehr als 100 Milliarden Euro entgehen dem Land jedes Jahr durch Steuerbetrug.«
Sören PellmannLinkeBelegt
»Der operative Gewinn bei Rheinmetall stieg im ersten Halbjahr um 74 Prozent auf 786 Millionen Euro.«
Alexander HoffmannUnionTeilweise belegt
»Erstes Halbjahr 2026: 39 000 Erstanträge auf Asyl. Das ist eine Größenordnung, wie wir sie zum letzten Mal im Jahr 2012 hatten.«
Wiebke EsdarSPDBelegt
»Im internationalen Vergleich sind wir unter den G7-Staaten das Land mit der mit Abstand geringsten Staatsschuldenquote,«
Heidi ReichinnekLinkeBelegt
»Mehr als 16 000 Menschen sind allein in diesem Jahr wegen der Hitze gestorben.«