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Bildung & Forschung

Wo stehen die Fraktionen?

Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.

CDU/CSU

Die Union sieht einen Politikwechsel in der Verkehrspolitik und lobt die Ausweitung des überragenden öffentlichen Interesses auf alle Verkehrsträger. Standards würden nicht gesenkt, sondern Doppelprüfungen abgeschafft. Ersatzgeld fließe an das Umweltministerium und werde für Aufwertungen in betroffenen Naturräumen genutzt.

»Egal ob auf der Straße, dem Wasser, der Schiene oder in der Luft: Mit uns gibt es keine grüne Verkehrsträgerdiskriminierung, sondern wir setzen uns für alle Mobilitätsformen ein, meine Damen und Herren.«Daniel Kölbl
Aus der Debatte vom 26. Juni 2026
SPD

Die SPD betont, dass Geld allein keine Brücke baue und Verfahren deshalb beschleunigt werden müssten. Sie verweist auf über 200 parlamentarische Änderungen, auf schnellere Elektrifizierung von Bahnstrecken, planrechtsfreie Barrierefreiheit und bessere Rastanlagen für Lkw-Fahrende. Ein Abbau von Naturschutz sei damit nicht verbunden.

»Das ist also keine Absenkung des Schutzstandards, das ist ein Verzicht auf überflüssige Doppelprüfungen.«Isabel Cademartori
Aus der Debatte vom 26. Juni 2026
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Grünen halten das Gesetz für desaströs. Unter dem Deckmantel der Beschleunigung würden Naturschutz und Beteiligungsrechte abgebaut, um Autobahnen, vierspurige Bundesstraßen und Flughäfen durchzusetzen. Mit der Eingriffsregelung fiele ein Herzstück des Naturschutzes; Ersatzgeld führe zu größer dimensionierten Projekten.

»Wer alles priorisiert, priorisiert am Ende nichts.«Swantje Henrike Michaelsen
Aus der Debatte vom 26. Juni 2026
AfD

Die AfD lehnt das Gesetz ab und will das überragende öffentliche Interesse ganz streichen, weil es aus ihrer Sicht ehrliche Abwägung unmöglich macht und gegen das Willkürverbot verstößt. Sie fordert eine Konzentration von Gerichtsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht, Priorität für die Straße und eine Einschränkung von Verbandsklagerechten staatlich geförderter Organisationen.

»Starke Infrastruktur ja, aber nicht gegen die Bürger.«Ulrich von Zons
Aus der Debatte vom 26. Juni 2026
Die Linke

Die Linke bestreitet, dass Umweltverbände und Klagen die Ursache für Verzögerungen sind. Sie fordert stattdessen mehr Personal, Fachwissen und Digitalisierung in Behörden und Gerichten sowie langfristige Sanierungsmittel und die Abschaffung der Schuldenbremse. Naturschutz sei Verfassungsauftrag nach Artikel 20a.

»Zukunft baut man nicht, indem man Rechte abbaut.«Jorrit Bosch
Aus der Debatte vom 26. Juni 2026

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Geprüfte Behauptungen zu Bildung & Forschung