24. September 2026 · 96. Sitzung
Themen / Bildung & Forschung
Bildung & Forschung
Wo stehen die Fraktionen?
Nicht aus Wahlprogrammen, sondern aus den jüngsten echten Redebeiträgen im Plenum.
Die Union stellt den Etat als Zukunftsinvestition dar, verweist auf 5 Prozent Aufwuchs, den erfolgreichen Orbitflug von Isar Aerospace und die Bündelung der Förderung in der Hightech Agenda. Gleichzeitig verlangen die Haushälter, die globale Minderausgabe im parlamentarischen Verfahren deutlich zu senken, und kündigen das Wissenschaftsfreiheitsgesetz an.
»Der Etat des BMFTR ist der Haushalt, der Probleme löst.«– Dorothee BärAus der Debatte vom 11. September 2026 →
Die SPD betont Verlässlichkeit: Pakt für Forschung und Innovation, Zukunftsvertrag Studium und Lehre, Exzellenzstrategie und ein höheres BAföG. Chancengerechtigkeit beim Studium sei eine Investition in Fachkräfte, zusätzlich verteidigt die Fraktion die Freiheit der Wissenschaft gegen politische Vorgaben.
»Wir können Erkenntnisse nicht bestellen; das ist das Besondere an Forschung.«– Dr. Wiebke EsdarAus der Debatte vom 11. September 2026 →
Die Grünen sehen die Planungssicherheit für Forschende gefährdet, weil die globale Minderausgabe überdehnt sei und die Kontrolle über den Etat vom Parlament zur Hausleitung verschiebe. Sie fordern eine gesicherte Finanzierung von Großprojekten wie ESA-Zusagen und Fusionsforschung sowie mehr Mittel für kleine Forschungseinrichtungen.
»Von Anfang an ist klar, dass 760 Millionen Euro, fast 1 Milliarde Euro, gar nicht ausgegeben werden können.«– Dr. Paula PiechottaAus der Debatte vom 11. September 2026 →
Die AfD kritisiert, dass Ausgaben über Sicherheitsbegriffe schuldenfinanziert würden, und nennt sozial- und geisteswissenschaftliche Programme verzichtbar. Sie fordert mehr Mittel für KI, Robotik, Kerntechnik und Mikroelektronik, weniger Bürokratie und Wirkungskontrolle für jeden Haushaltstitel.
»Andere Länder entwickeln Technologien; wir entwickeln Begleitstrukturen.«– Sergej MinichAus der Debatte vom 11. September 2026 →
Die Linke nennt den Etat ein Wirtschaftsförderprogramm, das Verwertbarkeit über freie Forschung stelle. Sie fordert bessere Arbeitsbedingungen statt Kettenbefristungen, deutlich mehr Geld gegen den Sanierungsstau an Hochschulen und kritisiert die Förderung von KI-Gigafabriken als Geschenk an die Privatwirtschaft.
»Ihr Wissenschaftshaushalt, Frau Bär, ist vor allem eines: ein Wirtschaftsförderprogramm.«– Isabelle VandreAus der Debatte vom 11. September 2026 →
9 Sitzungen
11. September 2026 · 94. Sitzung
Haushalt 2027: Sozialetat, Forschung und Schuldenkurs
10. September 2026 · 93. Sitzung
Haushalt 2027: Sicherheit rauf, Soziales runter
11. Juni 2026 · 83. Sitzung
Regierungserklärung zum EU-Gipfel und Heizungsgesetz
22. April 2026 · 73. Sitzung
Raumfahrtpolitik nach Artemis 2 und Sozialkürzungen
15. April 2026 · 70. Sitzung
Spritpreiskrise, Mietrecht und Digitalpolitik
26. März 2026 · 68. Sitzung
Kraftstoffpreise, Wehrbericht und digitale Gewalt
6. März 2026 · 63. Sitzung
Krankenhausreform-Anpassung und Vermögensteuer-Streit
4. März 2026 · 61. Sitzung
Regierungsbefragung, Iran-Krieg und Demokratieförderung
Geprüfte Behauptungen zu Bildung & Forschung
»Insgesamt über 100 000 Euro flossen direkt vom Verfassungsschutz über den V-Mann und Neonazi Tino Brandt an das NSU-Netzwerk.«
»Vor nicht einmal 14 Tagen hat uns hingegen der 25. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center nochmals in Erinnerung gerufen, welche tatsächlichen Katastrophen entstehen, wenn Nachrichtendienste nicht optimal aufgestellt sind.«
»Ihr Antrag ist ein Hohn gegenüber geschätzten 16 300 Hitzetoten in diesem Sommer,«
»Wir haben in Deutschland einen nationalen CO2-Preis im Wesentlichen für die Bereiche Gebäude und Verkehr. Dadurch werden 16 Milliarden Euro pro Jahr eingenommen. Dieses Geld geht nicht in den allgemeinen Haushalt, sondern es geht zurück an Bürger und Unternehmen,«
»Laut einer DIHK-Studie von 2025 belaufen sich die Kosten der Energiewende auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro.«
»Die Energieimportquote ist von 60 Prozent auf 67 Prozent gestiegen und damit auch die Importabhängigkeit.«
»Die 14 Länder in Europa mit der höchsten Organspendequote haben alle die Widerspruchsregelung, alle 14 Topländer. Deutschland liegt hier nur auf dem beschämenden 22. Platz.«
»85 Prozent der Menschen in unserem Land stehen der Organspende positiv gegenüber, aber nur 45 Prozent haben ihre Entscheidung dokumentiert, und im Akutfall wird eine Erklärung nur in 15 Prozent der Fälle aufgefunden.«
»Beatrix von Storch hat letzten Sonntag bei „Caren Miosga“ behauptet, 150 000 Menschen würden per Haftbefehl gesucht und Sozialleistungen kassieren. Die Wahrheit ist: Es werden nicht mal so viele Menschen überhaupt per Haftbefehl gesucht, und nur ein Bruchteil davon bezieht Leistungen.«
»In den drei Testbereichen Naturwissenschaft, Lesen und Mathematik liegt die Gesamtdifferenz zwischen einheimischen Schülern und denen, die im Ausland geboren wurden, bei knapp 100 Punkten.«